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In der Natur gibt es viele Beispiele für die Notwendigkeit und den Einsatz von schützenden Hüllen. Raupen verkapseln sich in der Puppe, um unbeschadet die Metamorphose zu einem Schmetterling zu überstehen. Blattläuse sondern wasserabweisende Substanzen als Schutzhülle gegen Austrocknung und Regen ab. Selbst Pflanzen versiegeln Verletzungen mit Harz oder legen sich eine Wachsschicht gegen Austrocknung zu.

Der Begriff Verkapselung umschreibt das Verpacken von Wirkstoffen, z.B. Vitamine, Konservierungsstoffe und Enzyme, in einer Mikro- oder Nanokapsel.
Solche Kapseln finden z.B. in Lebensmitteln, Kosmetika, Medikamenten und Düngemitteln Verwendung. Durch die Verkapselung können Wirkstoffe gezielter eingesetzt werden. In vielen Fällen macht die Verkapselung die Verwendung eines Stoffes überhaupt erst möglich.

Verkapselungen sind dann sinnvoll, wenn die Wirkstoffe geschützt werden müssen oder eine längere Haltbarkeit erforderlich ist sowie eine gleichmäßige Verteilung und Freisetzung angestrebt wird.
Gerade bei kosmetischen Präparaten ist eine Verkapselung angezeigt, da die Wirkstoffe in der Regel besonders empfindlich sind. Auch Lebensmittel stellen komplexe biologische Systeme dar, die schonend verarbeitet werden sollten.